Was ist Glück?

Um ehrlich zu sein: Ich habe die endgültige Antwort auf diese Frage noch nicht gefunden – und ich bezweifle auch, dass ich sie jemals finden werde. Was ich aber schon ganz gut weiß, ist, was mich persönlich glücklich macht und – in meinen besten Momenten – wie ich andere ein wenig glücklicher machen kann.

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Im Augenblick macht es mich sehr glücklich und auch ein wenig stolz, dass einer meiner Beiträge in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift einklang veröffentlicht wurde.

Unter dem Titel “Glücksimpulse” gebe ich ein paar Anregungen, wie Du Dein Glück maßschneidern kannst. Eine gekürzte Fassung meines Artikels findest Du hier.

Der einklang erscheint seit April 1995 viermal im Jahr und bietet jede Menge

  • Inspirationen und Visionen von einer besseren Welt und wie sie schon heute zum Teil verwirklicht ist.

  • Mutmachende Beispiele und Vorbilder von Menschen und Institutionen die alternative Wege gehen.

  • Anregungen, selbst etwas Neues auszuprobieren.

  • Bewusstsein Deiner Macht und Verantwortung als Konsument.

  • Wissen, wie Du durch Dein Konsumverhalten die weltweite soziale und ökonomische Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit durch Umweltschutz beeinflussen kannst.

Habe ich heute schon etwas Schönes gesehen?

Für mich ist Schönheit in erster Linie ein Genuss für die Augen, der überall zu finden ist. Wo ich auch bin, umgibt sie mich. Sonnenaufgänge, Bilder, Blumen, Bäume, Tiere, Seen, Wattewolken, Farben und Formen, lächelnde Gesichter, tanzende Paare, mein Laptop – das alles sind Dinge, die ich gerne betrachte. Sie tun mir einfach gut. Ich denke da an die Worte von Wayne Dyer, die ich nur voll und ganz bestätigen kann: “Eine einzige Begegnung mit wahrer Schönheit reicht oft aus, um Kraft und Hoffnung für viele Jahre zu geben.”

Wie ist das bei Dir? Hast Du Deine Augen heute schon verwöhnt? Wann hast Du zuletzt die Schönheit eines Sonnenuntergangs genossen? Wann hast Du zuletzt die Schönheit eines anderen Menschen betrachtet, die Schönheit eines Bauwerks oder der Natur? Wann hast Du zuletzt Deinen Blick bewundernd auf etwas Schönes gerichtet?

Folge doch heute und in den kommenden Tagen einmal dem Pfad der Schönheit. Spüre sie auch dort auf, wo Du sie eher weniger vermutest. Lass Dich verzaubern. Und wenn die Augen satt sind, gib auch Deinen anderen Sinnen die Möglichkeit, in schönen Dingen zu schwelgen: lausche dem munteren Gesang der Vögel, rieche den belebenden Duft der Rosen, spüre den sanften Wind auf Deiner Haut, räkle und strecke Dich ausgiebig auf dem bequemen Sofa, streichle zärtlich eine formvollendete Skulptur, schmecke das paradiesische Aroma eines saftigen Apfels, lies ein gutes Gedicht und lasse jedes Wort tief in Dir nachklingen.

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Sehe ich die kleinen Wunder am Wegrand?

Die aufmerksame Beachtung und Beobachtung der vielen kleinen Momente des Glücks, die jeder Tag mit sich bringt, und auch das absichtliche Suchen von angenehmen Sinnesfreuden sind für mich besonders hilfreiche Wege, um mein Wohlbefinden positiv zu beeinflussen.

Es geht mir dabei um alles, was Spaß macht, was meine Stimmung hebt, mich heiter stimmt, mir belebende Energie verleiht oder was mir Entspannung, innere Ruhe und Gelassenheit bringt. Denn auch wenn die Wirkung dieser einfachen Dinge oft nur vorübergehend ist, sind diese kleinen Freuden für mich doch ganz entscheidende Wegbegleiter.

Deshalb übe ich mich immer wieder darin, jedes kleine “Augenblicksblinken” des Glücks zu erkennen, auch wenn es nur an mir vorüberweht und dann rasch wieder vergeht, wie es in einem Gedicht des von mir sehr geschätzten Hermann Hesse heißt.

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Wie fördere ich meine Kreativität?

“Müsste ich Leben in einem Wort beschreiben, dann so: Leben ist Schaffen”, sagte Claude Bernard. Wir sprechen ja auch von der Schöpfung. Und auch für jeden Einzelnen von uns ist Kreativität eine der wichtigsten Fähigkeiten, die uns auf unserem Weg durch das Leben unterstützen. Es ist unsere Vorstellungskraft und es sind unsere Wünsche, die unser Leben gestalten, oder zumindest mitgestalten. Nur wenn ich mir vorstellen kann, was ich mir erträume, werde ich es auch erreichen können.

Alle schöpferischen Menschen sammeln zunächst einmal eine Menge mehr oder weniger ausgefallene Ideen, erstellen dann einen gedanklichen Plan und setzen ihn erst danach in die Tat um. Das Gebäude, in dem ich mich gerade befinde; die Möbel in meinem Arbeitszimmer; das Auto, das gerade am Haus vorbeifährt; das Flugzeug, mit dem Ulrikes Mutter letzte Woche nach Schottland flog; das Handy, das ausgerechnet jetzt klingelt – alles war zunächst ein Gedanke im Gehirn eines Architekten, eines Tischlers, eines Konstrukteurs oder Ingenieurs. Große Sinfonien, dicke Romane und faszinierende Kunstwerke – sie alle gab es nur in den Köpfen der jeweiligen Komponisten, Autoren und Künstler, bevor sie das Licht der Welt erblickten. Und auch ich selbst war anfangs “nur” ein liebevoller Gedanke meiner Eltern oder vielleicht sogar im Bewusstsein eines weitaus größeren Wesens, wer weiß das schon so genau.

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Wie halte ich es mit der Religion?

Gehst Du regelmäßig zur Kirche? Bist Du ein gläubiger Mensch? Und wie hältst Du persönlich es mit fremden Religionen? Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass es eine große Herausforderung ist, anderen Glaubensgemeinschaften mit Offenheit zu begegnen.

Evangelisch getauft, aber in einer sehr frei denkenden Familie groß geworden, habe ich schon recht früh Anhänger anderer Glaubensrichtungen kennen- und schätzen gelernt. Eine meiner ersten Freundinnen war neuapostolisch. Bei ihr trafen sich regelmäßig ganz liebe Menschen der verschiedensten Altersstufen und Konfessionen, um sich auszutauschen: Juden, Zeugen Jehovas, katholische und evangelische Christen, einmal sogar ein Moslem.

Später kam ich in Kontakt mit einem Anhänger von Scientology, der mich aber nicht überzeugen konnte, da mein Freiheitsbedürfnis längst größer war als die Sehnsucht, irgendwo “dazuzugehören”. Auch eine kurze Mitgliedschaft in einem Studienkreis rund um einen sehr faszinierenden Mann namens Gordon Freeman Fraser, der 2005 im Alter von 91 Jahren starb, brachte zwar eine Fülle von Erkenntnissen und ein paar echte Freunde, doch wirklich “nachfolgen” wollte ich ihm nicht. Das war einfach nicht “mein Ding”.

Inzwischen war ich selbst auch aus der Kirche ausgetreten und hatte mich mehr mit den Philosophien des Hinduismus und natürlich des Buddhismus befasst. Auch esoterische Sichtweisen zogen mich bald mehr und mehr in ihren Bann. Und schließlich zimmerte ich mir nach und nach so etwas wie meine eigene Sicht der Welt zusammen, geprägt von den Gedanken der großen Philosophen von Sokrates bis hin zu Martin Heidegger, der ja lange Rektor hier an der Freiburger Universität war und viele seiner Werke in Todtnauberg schrieb, einem Ort im Schwarzwald, den Ulrike und ich immer wieder gerne besuchen.

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Glaube ich an Gott?

Den Begriff “Gott” verwende ich eher selten, weil jeder darunter etwas anderes versteht. Viel lieber spreche ich über das Leben (im umfassendsten Sinn), das Lernen (Entwicklung) und die Liebe (die höchste aller Energieformen). All das ist Gott. Gleichzeitig erleichtere ich mir die Verbundenheit mit diesem übergeordneten Bewusstsein, indem ich es auf eine Ebene bringe, die ich verstehen kann. Und so entstehen manchmal Gespräche wie das folgende:

Hallo, mein Freund, ich brauche mal wieder deine Hilfe. Ich habe mir wie so oft etwas vorgenommen, das ein paar Nummern zu groß für mich ist. Doch bestimmt kannst du mir in dieser Sache den einen oder anderen Rat geben. Es handelt sich nämlich um eine Angelegenheit, in der sich niemand besser auskennt als du.

Grüß dich Jürgen, wo drückt denn der Schuh? Du weißt ja, ich habe immer ein offenes Ohr für dich und bin immer an deiner Seite. IMMER und ÜBERALL! Und ich freue mich, dass du dich so direkt an mich wendest. Das ist selten geworden in der heutigen Zeit. Viele deiner Mitmenschen kennen mich kaum noch. Was kann ich also für dich tun, mein Sohn?

Genau darum geht es: Dass dich viele nicht richtig kennen. Auch ich selbst zähle mich immer noch dazu. Ich habe in letzter Zeit sehr viel über dich nachgedacht. Ich versuchte herauszufinden, wie ich dich sehe und wie ich dich beschreiben würde. Und ich muss dir gestehen, das ist eine ganz schöne Herausforderung.

Dann sei dankbar dafür, denn was dich fordert, das fördert dich auch in deiner Entwicklung. Und das ist gut so. Gab es einen besonderen Anlass, der dich dazu brachte, dir Gedanken über mich zu machen?

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