Tischdeko

Da mein Entschluss, den Kurs an dieser Stelle zu beenden, auf sehr viel Unverständnis gestoßen ist, und ich von einigen Seiten dafür sogar regelrecht verurteilt wurde, möchte ich mit einem Bild versuchen, es für jeden verständlich zu machen.

Stellt Euch einmal vor, Ihr seid eine begnadete Köchin (oder vielleicht auch Koch!) und habt für Samstagabend 10 Gäste zum Dinner eingeladen. Schon am Anfang der Woche überlegt Ihr Euch, was Ihr ihnen servieren könntet. Dann geht Ihr einkaufen und besorgt die köstlichsten Leckereien, ohne auf den Preis zu schauen. Ihr geht sogar in ein besonderes Feinkostgeschäft, weil Euch für die Krönung Eures Menüs noch eine spezielle Zutat fehlt.

Dann habt Ihr alles beisammen und steht den ganzen Samstag in der Küche, um für Eure lieben Gäste ein 5-Gänge-Menü vom Feinsten zu zaubern. Und abends ist es dann endlich soweit: Nach und nach treffen Eure Freunde ein. Ein kurzer Smalltalk beim Aperitif und dann bittet Ihr zu Tisch, den Ihr festlich und farbenfroh gedeckt habt.

Das Essen selbst läuft dann relativ ruhig ab. Hin und wieder erzählt jemand einen Schwank aus seinem Leben, vom Urlaub, vom Geschäft, von den Kindern. Eine Freundin, die ebenfalls leidenschaftlich gerne kocht, erzählt, wie SIE dieses Hauptgericht am liebsten zubereitet, das Ihr für den heutigen Abend ausgewählt habt. Der Rest sitzt nur schweigend vor seinem Teller, verzieht keine Miene und lässt sich höchstens von dem einen oder anderen Gang noch etwas nachlegen. Nur einer lässt mal ein hörbares „Mmmh“ oder sogar ein leises „Das ist lecker“ vernehmen.

Während Ihr in der Küche den nächsten Gang vorbereitet, kommt einer der Gäste herein und fragt Euch, ob Ihr ihm etwas von der speziellen Zutat schenken würdet, die Ihr da verwendet habt. Und vielleicht könntet Ihr ihm auch noch ein paar Tipps geben, zu welchen Gerichten sie am besten passt und wie er sie verwenden kann. Ihr gebt ihm gerne etwas ab und nehmt Euch auch die Zeit, ihm ein paar Dinge aufzuschreiben. Dann geht ihr zusammen wieder zu den übrigen Gästen, doch Euer Freund denkt gar nicht daran, zu erwähnen, wie sehr Ihr ihm geholfen habt. Stattdessen widmet er sich wieder seiner Tischnachbarin, und Ihr hört „zufällig“, wie er damit angibt, dass er mindestens so gut kochen kann wie Ihr.

Ihr nehmt all Euren Mut zusammen und fragt während des Nachtisches, wie es denn geschmeckt hätte. Doch alle scheinen viel zu sehr mit der verführerischen Süßigkeit vor sich beschäftigt zu sein. Nur eine sagt, dass es ganz ausgezeichnet war und sie selten so gut gegessen hätte. Ihr freut Euch sehr über diese positive Reaktion und fragt sie in Eurer Begeisterung, ob sie die Rezepte haben will. Doch darauf erwidert sie nur: „Oh nein, meine Liebe, SO lecker war es nun auch wieder nicht!“

Mal ehrlich: Würdet Ihr diese Leute am nächsten Wochenende wieder einladen? Nur, weil Ihr so gerne kocht und weil es Euch einfach Freude macht, mit den Zutaten zu experimentieren? Würdet Ihr wirklich Eure Kochkünste hinterfragen, von denen Ihr überzeugt seid? Und würdet Ihr Euch wirklich fragen, wie oft Ihr selbst in der Vergangenheit ein Essen nicht gelobt habt oder wann Ihr das letzte Mal undankbar wart? Oder würdet Ihr stattdessen am nächsten Samstag vielleicht lieber etwas mit Eurer Familie unternehmen, die Euer Essen über alles liebt und noch viel, viel mehr das Zusammensein mit Euch?

leben-lernen-lieben.de ist nicht tot. Der Spruch mit dem Pferd galt nur für den Kurs in seiner jetzigen Form. Es wird irgendwann weitergehen, dann aber ganz ohne die Pflicht, jede Woche etwas zu liefern (die ich mir ja selbst auferlegt hatte). Ich werde nur noch tun, was ich aus eigenem Antrieb und von ganzem Herzen tun möchte, ganz gleich, ob jemand zuschaut. So habe ich das in den 8 Jahren, in denen es diese Seite gibt, meistens gehalten, und es war gut. Dann habe ich mich von dem Erfolg, den dieser Kurs im vergangenen Jahr hatte, blenden lassen. Jetzt muss ich erst einmal zurück bis zu der Weggabelung, an der ich falsch abgebogen bin.

Alles Liebe,
Euer Jürgen

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Kommentare

Kommentare

54 Kommentare

  1. Lieber Jürgen,

    das tut mir leid zu lesen… Ich habe mich selbst etwas rar gemacht, ganz einfach,weil ich ganz andere Prioritäten seit Mitte März habe, komme kaum zum Lesen geschweigedenn zum Kommentieren auf anderen Seiten ~ umso mehr bin ich nun überrascht, dies zu lesen, weil doch alles so wunderbar angelaufen ist!

    Du hast die Situation hier so fein und wunderbar beschrieben, dass ich andauernd mit dem Kopf nicken musste, wie gut kenne ich es ähnlich auch… und ich verstehe dich… So viel Herz und Engagement hast du hineingesteckt ~ ich fasse es nicht, dass deine wertvolle Arbeit keine Früchte trägt…

    Aber ich bin mir sicher, dass du ganz viel mit der gewonnenen Zeit anzufangen weißt!
    Ich drücke dir fest die Daumen, dass du (d)einen gut Weg weitergehst und weiß auch, dass alles (s)einenSinn hat!

    Viele liebe Gedanken zu dir und alles, alles Liebe für dich,
    Elisabeth

    • Liebe Elisabeth,

      es wird Früchte tragen: bessere, schmackhaftere. :-)

      Ein Teil von mir wusste schon vor Monaten, dass das eigentlich längst nicht mehr der Weg war, den ich weitergehen wollte. In einem Gespräch mit einer Freundin erwähnte ich damals schon, dass es für mich nicht stimmig klingt, wenn ich den Leuten sage, was sie tun „sollen“. Allerdings sagte sie sehr richtig, dass es noch sehr, sehr viele Menschen gibt, die an die Hand genommen werden wollen, und die es (noch) nicht verstehen würden, wenn ich einfach nur von mir selbst und meinen Gedanken und Erfahrungen spreche. Es würden weniger Vorbilder als Lehrer gesucht. Und wenn ich mir die Fragestellungen und die Angebote vor allem im Internet so ansehe, finde ich wirklich sehr wenige selbstbestimmte Menschen, sondern Leute, die Patentlösungen suchen.

      Anstatt meiner Intuition zu folgen, ließ ich mich überzeugen. Und der Erfolg, den der Kurs noch im vergangenen Jahr hatte, schien ihr ja auch Recht zu geben. Nur ich selbst war eben nicht mehr mit dem Herzen dabei. Und das Ergebnis sehe ich nun. Es ist für mich deshalb auch eine leichte Übung, dieses Projekt in seiner jetzigen Form loszulassen. leben-lernen-lieben.de wird eine Zukunft haben, die dann aber viel authentischer, echter und vor allem überhaupt nicht mehr oberlehrerhaft daherkommen wird. Das muss jetzt aber erst einmal reifen.

      Alles Liebe,
      Dein Jürgen

  2. Lieber Jürgen, ich verstehe Dich sehr gut. Und ich danke Dir von Herzen für Dein Engagement und Deine wertvollen Beiträge und wünsche Dir alles erdenklich Gute und viel Licht und Liebe auf Deinem Weg.

    Herzliche Grüße
    Alexandra

  3. Lieber Jürgen,

    Mir persönlich hast du in meiner schwierigsten Zeit sehr viel Kraft gegeben.
    Dein Blog hat mir geholfen viele dunkle Tage zu überstehen und für mich hast du alles richtig gemacht.
    Ich konnte sehr sehr viel positives aus deinen Texten ziehen und ich hoffe, sie bleiben bestehen zum nachlesen.
    Ich danke dir für die viele Mühe die du dir gemacht hast, ich danke dir für die Zeit die du geopfert hast.
    Vielen herzlichen Dank.
    Ich hoffe, das es wieder etwas von dir zu lesen gibt. Das wünsche ich mir.

    Liebe Grüße
    Dina

    • Liebe Dina,

      herzlichen Dank! Das tut mir wirklich sehr, sehr gut! Die bisher veröffentlichten Texte bleiben noch bis Anfang Dezember online. Dann werden die Karten neu gemischt. Und wie ich mich kenne, werde ich in irgendeiner Form weitermachen. leben-lernen-lieben.de hat im Laufe der Jahre immer wieder sein Gesicht geändert, kam aber auch immer zurück. :-)

      Du hörst bestimmt wieder von mir.

      Alles Liebe,
      Dein Jürgen

  4. lieber jürgen
    auch mir geht es ähnlich, wie meiner „nachbarin“ und ich hab mich in dieser geschichte als einer dieser ruhigen gäste wiedererkannt-mit sehr schlechten gewissen und ich kann es verstehen, wie es dir als koch gegangen ist.und ich entschuldige mich bei dir. ich weiß es zu schätzen, was du auf die beine gebracht hast aber das hilft nichjts, wenn keuín reagieren da ist.
    es tutmir einfach sehr leid, dass dein besonderes geschenk nicht-oder zu wenig- an dich zurückgeschenkt wurde (natürlich in anderer form)
    deswegen möchte ich zumindest jetzt nochein großes danke loswerden für alles, was du gegeben hast und es noch tust.
    ich hatte es in kleinerer form erlebt mit meinem weihnachtskalender-projekt.
    zumindest ich habe deine mails (deine schönen tischkärtchen) mir fest in mein schatzkästchen aufgehoben und werde sicher einiges immer wieder lesen.
    lass dich nicht entmutigen
    das, was du tust ist sehr wertvoll und h8interläßt viel licht und wärme
    alles liebe für dich.eine etwas nachdenkliche babsi

    • „Tischkärtchen“ ist super, liebst Babsi! Dass ihr teilweise so still wart, ist schon in Ordnung. Wie ich Elisabeth geantwortet habe, war einem Teil von mir schon lange klar, dass eine Veränderung dringend ansteht. Und da mein Kopf es nicht begreifen wollte, habt ihr alle kräftig mitgeholfen, dass es auch ihm letztlich klar wurde. Uns werden immer nur Engel geschickt. Und manchmal helfen sie uns am meisten, indem sie im richtigen Moment einfach schweigen. Ich bin niemandem böse – außer vielleicht meinem sturen Ego -, auch wenn ich das in den vergangenen Tagen nicht immer so rüberbringen konnte. :-)

      Alles Liebe und bis bald,
      Dein Jürgen

  5. Lieber Jürgen,

    Ohne viele Worte und Argumente … möchte ich mich nur sehr sehr herzlich Bedanken für all das was du von dir mit so viel Lieben, Hingabe gegeben hast….

    Lieben Gruss
    Delfina

    • Liebe Delfina,

      Du hast ja 2011 selbst miterlebt, wie viel Leben im Kurs war. Alles hat eben seine Zeit. Und nur ein paar Dinge schmecken aufgewärmt besser. Die meisten sind am leckersten, wenn wir sie frisch ernten und dann so schnell wie möglich schonend zubereiten. :-)

      Danke für alles und bis bald,
      Dein Jürgen

  6. Lieber Jürgen,
    es tut mir leid, dass ich auch zu den stillen Genießern deines ausgezeichneten Menüs gehöre.
    Deine Texte waren oft genau im richtigen Augenblick eine Hilfe, Stütze und ein wichtiger Nachdenkanlass. Für meine Gedankenlosigkeit dir gegenüber entschuldige ich mich nun vielleicht etwas spät…
    Ich hoffe, dass du deine Denkweise, dein Engagement auf eine für dich wertvollere Ebene übertragen kannst. Ein so wertvoller Schatz sollte nicht verloren sein.
    Deine E-mails werden mir sehr fehlen!
    Liebe Grüße aus Österreich!
    Heidi

    • Danke, liebe Heidi!

      Ich arbeite schon an der neuen „Ebene“. :-) Um im Bild zu bleiben, hatte das Menü bisher eher eine Atmosphäre wie wenn man bei strikten Veganern zu Besuch ist und einem andauernd erklärt wird, was man tun und vor allem lassen soll, mit all den Vorteilen, die eine „richtige“ Ernährung hat.

      Künftig will ich Gäste einladen, die einfach eine leckere Mahlzeit mit mir genießen wollen, ohne im Gespräch dauern belehrt zu werden. Und ich freue mich, Dich dann wieder an meiner Tafel begrüßen zu dürfen. :-)

      Alles Liebe,
      Jürgen

  7. Lieber Jürgen,
    ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Pflicht so ihre Tücken hat. Das Zitat von Tagore hinkt vlt. ein wenig, aber vlt. lässt es sich auf deine derzeitige Situation anwenden: „Ich schlief und träumte, das Leben wäre Freude. Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte und siehe, die Pflicht war Freude.“
    Liebe Grüße
    Kathrin

    • Ohne es vielleicht zu ahnen, triffst Du den berühmten Nagel auf den Kopf, liebe Kathrin! Genau so sieht mein neues Konzept aus: Ich werde handeln und Euch dann davon erzählen. Und das wird mir eine große Freude sein. Doch das braucht etwas Vorbereitungszeit, denn es soll ja wieder etwas Gutes dabei herauskommen.

      Alles Liebe,
      Jürgen

  8. Danke Jürgen für die kurze Zeit, in der ich deine wöchentlich bereitgestellten Happen sehr genossen habe. Selbst bin ich nach meiner Trennung von Frau und Kindern im April noch nicht in der Lage große positive Rückmeldung zu geben, sondern war einfach nur froh, deine Seite im Mai gefunden zu haben.

    Liebe Grüße
    Adi

    • Lieber Adi,

      auch wenn nun keine E-Mails mehr kommen, kannst Du die bereits veröffentlichten Schritte noch bis Anfang Dezember verfolgen. Ein genaues Inhaltsverzeichnis findest Du hier: Kurs-Übersicht.

      So eine Trennung ist nie leicht zu verkraften, und ich freue mich, dass ich Dir wenigstens den einen oder anderen Lichtblick verschaffen konnte.

      Alles Liebe,
      Jürgen

  9. Lieber Jürgen,
    auch ich gehöre zu den ganz leise gewordenen. Das Jahr war sehr aufregend und auch teils schwierig. Ich war, so oft es ging, bei meiner Tochter, die nun ihr Baby gesund zur Welt gebracht hat. Aber es waren bange (lange) Monate des Wartens und Hoffens! 4 Wochen war er immer noch zu früh, aber nun bin ich seit bald 8 Wochen glückliche Großmama :-)

    Von den anderen Stolpersteinen meines Lebens will ich heute mal schweigen. :-(

    Ich wünsche dir alles Gute – wenn du dich wohl fühlst mit deiner Entscheidung, bist du auf dem richtigen Weg. (Ich hab nichts von all dem mitbekommen, sorry!)
    Liebe Grüße Margie

    • Liebste Margie,

      da hattest Du ja weiß Gott Wichtigeres zu tun. Herzlichen Glückwunsch an Deine Tochter und an Dich. Ich wünsche Deinem Enkelkind, dass sein weiterer Lebensweg leichter wird als der Start.

      Die überwiegend positiven Rückmeldungen, die ich in den vergangenen zwei Tagen per Kommentar und per E-Mail bekommen habe, bauen mich sehr auf, auch wenn sie an meiner Entscheidung nichts mehr ändern. Es ist Zeit für etwas Neues und für mich Stimmigeres. Und letztlich werden alle gewinnen, weil es dann auch noch wertvoller wird.

      Alles Liebe,
      Dein Jürgen

  10. Lieber Jürgen,
    an dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich für Deine wunderschönen Beiträge bedanken, die Du mit uns geteilt hast. Ich kann Deine Gefühle sehr gut verstehen. Auch ich gehörte leider nicht zu denen, die hier Kommentare hinterlassen haben. Aber ich habe wirklich sehr gerne Deine Artikel gelesen und auch Deine schönen Filme angeguckt und schätze Deine Arbeit sehr! Ja, ich habe großen Respekt vor Deinem Engagement. Es gibt nicht viele Menschen, die so selbstlos sind und ihre „Schätze“ mit anderen teilen.
    Danke, dass ich Dich auf Facebook kennenlernen durfte! Ich wünsche Dir für Deine weitere Arbeit alles, alles Gute! Das Dich die Freude und das Glück bei all Deinen Vorhaben immer begleiten werden.

    Mit ganz lieben Grüßen
    Petra

    • Liebe Petra,

      herzlichen Dank, dass Du Dich gemeldet hast. Es ist wirklich eine Sache, Wertschätzung zu empfinden, und eine ganz andere, sie auch auszudrücken. Das fällt vielen von uns schwer, und wir haben auch kaum gelernt, wie wir das tun können, ohne dass es wie ein oberflächliches Kompliment klingt.

      Eigentlich war geplant, dass im Laufe des Kurses dieses wichtige Thema noch zur Sprache kommt. Dazu wollte ich einen Artikel „erwachsenengerecht“ umschreiben, den ich ursprünglich für den Umgang mit Kindern formuliert hatte. Die darin enthaltenen Empfehlungen gelten meiner Ansicht nach aber auch für uns „Große“, denn wir alle wollen gesehen, angesprochen und gelobt werden. Hier der Link, falls es Dich interessiert: Zeige anderen ihren Wert.

      Wir werden sicher wieder voneinander hören.

      Alles Liebe,
      Jürgen

  11. Auch ich finde es sehr schade, daß Du aufhörst, Du hast mir einige gute Anregungen gegeben die mir viel geholfen haben!!!

    Aber ich muß akzeptieren Deine Entscheidung.

    Ich hoffe aber mal wieder was von Dir zu hören.

    Viele liebe Grüße auch an Deine Frau von Hans

    • Lieber Hans,

      ich bin gar nicht sicher, dass ich „aufhöre“. Wahrscheinlich fange ich erst richtig an. Alles Bisherige war nur Vorbereitung auf das, was ich wirklich zu sagen habe. Du wirst also ganz sicher wieder von mir hören.

      Alles Liebe und auch herzliche Grüße von Ulrike,
      Jürgen

  12. Lieber Jürgen, ich verstehe dich sehr gut und du hast mit dem Bild von der Tafel alles genau beschrieben – ich bedanke mich recht herzlich für alles, was du bisher geleistet hast und es ist leider so, alles, was kostenlos angeboten wird, wird manchmal nicht so wert geschätzt. . Wichtig ist, dass du mit dir selbst im reinen bist und dazu wünsche ich dir die nötige Zeit und freue mich, wieder von dir zu lesen … Alles Liebe aus Wien von Inge

    • Liebe Inge,

      wie die vielen Kommentare zeigen, mangelt es gar nicht an Wertschätzung. Vielleicht war es einfach zu offensichtlich, wie viel Spaß mir die Sache gemacht hat, dass die Leute dachten, das wäre schon Lohn genug – was ja auch stimmt. Doch ich glaube, durch das Beispiel der Köchin oder des Kochs wurde deutlich, dass die Freude an der Sache eben doch nicht alles ist. Unser Selbstwertgefühl hängt eben nicht allein davon ab, wie wir uns selbst sehen, sondern ist zum Teil auch davon abhängig, wie wir glauben, von außen wahrgenommen zu werden. Es mag Menschen geben, die davon vollkommen unabhängig sind. Die sind meiner Ansicht nach aber so selten wie die, die sich mit nacktem Rücken auf ein Nagelbett legen. :-)

      Liebe Grüße nach Wien und bis bald,
      Dein Jürgen

  13. Lieber Jürgen

    Ich sage ebenfalls DANKE für Alles. Wie du weißt, lebe ich meine Dankbarkeit auch, deshalb habe ich nicht das Gefühl ein stiller Genießer zu sein. In diesem Kurs habe ich mich nicht gemeldet und ehrlich gesagt auch kaum etwas gelesen, da der letzte Kurs für mich etwas ganz Wundervolles war.

    Nicht nur jede Menge Kommentare habe ich dir geschrieben, sondern ich durfte auch den einen oder anderen Beitrag zu deinem Kurs leisten. Wie du und Ulrike euch überzeugen konntet, habe ich den letzten Kurs alle Aufgaben und Tipps sehr gewissenhaft erfüllt.

    Das war für mich und meine Entwicklung eine unbezahlbare Möglichkeit um mit mir und meinem Leben so richtig zufrieden und im Einklang zu sein. Das zieht sich nun schon über einem Jahr so. Damit habe ich durch dich und deine Worte eine wesentlich bessere Lebensqualität erreicht.

    Ich freue mich natürlich sehr, dass ich dich und Ulrike zu uns nach Salzburg und auf unseren Bauernhof eingeladen habe. Es war eine sehr schöne Zeit auf die ich sehr gerne zurückdenke und die wir sicher wiederholen.

    Dank meinem positiven Denken und meiner Zielstrebigkeit, sowie meiner Selbstliebe, die ich dir und deinem Kurs zu verdanken habe, konnte ich es mir auch leisten, dir ab und zu eine finanzielle Kleinigkeit zukommen zu lassen. Leider musste auch ich persönlich erfahren, dass der Spruch „Was nichts kostet ist nichts wert“ noch immer seine Gültigkeit besitzt. Hier nehme ich niemanden deines Kurses aus, denn wenn sich schon ein Mensch keine Spende leisten kann, so wäre ein einfaches DANKE mehr als angebracht gewesen. Wird Zeit, dass ich endlich die DANKBARKEITS/STAMMTISCHE gründe um uns immer wieder daran zu erinnern, dass nichts auf unserer Welt selbstverständlich ist. Mein Buch wird auch eine Anmeldung zur Gründung der Dankbarkeits Stammtische enthalten.

    Lieber Jürgen Jesus hat 10 Kranke geheilt und nur einer ist zurückgekommen, um sich zu bedanken. Vielleicht gelingt es uns ebenfalls bei 10 % der Menschen die Dankbarkeit wieder ins Bewusstsein zu bringen und damit ihre Sonne im Herzen zu entdecken.

    Freude im Leben wollen wir den Menschen geben. Genau das hast du getan lieber Jürgen, DANKE.

    sonnige Grüße von Helmut

    • Lieber Helmut,

      ich danke Dir für alles, was wir schon gemeinsam erlebt und auf die Beine gestellt haben. Und das war sicher erst der Anfang. Wenn ich das Leben nur eines Menschen auf solche Art verändert habe, wie Du es schilderst, dann war es all die Mühe mehr als wert! Und wie ich aus den vielen Kommentaren sehe, sind es weit mehr, als ich geahnt hatte.

      Ich danke Dir auch für die Erinnerung an die Erfahrung, die schon Jesus machen durfte. Es ist also vollkommen menschlich, was ich erlebt habe. Ich hatte allerdings geglaubt, dass wir nach 2000 Jahren weiter sind. Und wenn ich an 2011 zurückdenke, dann ist das auch so. Es war wohl nicht meine allerbeste Idee, das alte Projekt noch einmal aufzuwärmen. :-)

      Ich werde jetzt erst einmal Energie tanken, Ideen sammeln und ein neues Konzept entwerfen – und dann geht es mit neuem Schwung weiter.

      Danke für alles und herzliche Grüße an Deine wundervolle Familie,
      Dein Jürgen

  14. Lieber Jürgen,

    du hast mir einige Male sehr nett und aufbauend geantwortet. Dafür möchte ich dir nochmals herzlich danken, auch für deine Materialien und Inspirationen. So manches habe ich mir gespeichert, um zu einem späteren Zeitpunkt damit zu arbeiten bzw. es in Ruhe zu durchdenken. Ich würde mich freuen, weiterhin mit dir Kontakt zu halten.
    Liebe Grüße von Christine

    • Liebe Christine,

      das habe ich immer sehr gerne getan. Jede E-Mail und jeder Kommentar war mir wichtig und ich habe immer sehr gerne – und oft auch sehr ausführlich – darauf geantwortet.

      Denke bitte daran, dass das Material nur noch bis Anfang Dezember online ist. Ich weiß auch nicht, ob die Links in den E-Mails morgen noch funktionieren, da ich den Dienst zum Monatsende gekündigt habe. Falls es nicht mehr geht, findest Du das komplette Inhaltsverzeichnis hier: Kurs-Übersicht.

      Ich melde mich bei Dir, sobald es etwas Neues gibt. Das wird aber frühestens 2013 der Fall sein.

      Bis dahin alles Liebe und eine schöne und glückliche Zeit,
      Dein Jürgen

  15. lieber Jürgen,
    das klingt für mich als hättest du dich verströmt und total verausgabt, all deine energie abgegeben ohne dich im gegenzug wieder richtig aufzuladen. es macht mich traurig zu hören, wie wenig postitves feedback und unterstützung du bekommen hast. ich freue mich, dass du an dieser stelle vom toten pferd absteigst, gerade menschen, die gerne helfen und anderen gutes tun tun sich meiner erfahrung nach oft schwer, SICH selbst gutes zu tun…(ich nenne das gerne das nazareth gen, jesus half allen die er traf und bis heute vielen, die nur von ihm hören, aber sich selbst hat er nicht gerettet sondern ans kreuz nageln lassen) ich hoffe von herzen, dass du deinen weg freudvoll gehst und spürst, was deine gegenwärtigen bedürfnisse sind und strategien findest, diese zu befriedigen! MICH hat dein kurs sehr bereichert, mein leben ist von grund auf revolutioniert, du wirst auf ewig ein platz in meinem herzen haben und voller dankbarkeit denke ich, dass Du mich gelehrt hast, so sein zu dürfen wie ich bin und niemandes erwartungen erfüllen zu müssen, nicht einmal meine eigenen sondern mich in jedem moment so zu akzeptieren wie ich bin, immer wissend, dass akzeptieren nicht gleich einverstanden sein heißt…
    mögest du gesegnet sein!
    anja

    • Liebe Anja,

      herzlichen Dank für Deine lieben und verständnisvollen Worte. Es ist schön, zu hören, welch große Veränderungen ich offensichtlich in Deinem Leben bewirkt habe – obwohl es ja in Wirklichkeit DU warst, die Dein Leben so grundlegend verbessert hat! Ich habe nur ein paar Anregungen gegeben. :-)

      Ich bin nicht ausgebrannt, ich habe im Moment sogar mehr Energie als je zuvor in meinem Leben, weil ich mich gerade intensiv mit Reiki beschäftige und voraussichtlich im Oktober meine Einweihung in den 1. Grad erhalte. Es ist lediglich an der Zeit, diese Energie in andere Bahnen zu lenken, weil dieser Weg nicht mehr so ganz zu mir passt. Und die Erfahrungen, die ich in den vergangenen Monaten hier machen durfte, haben nur bestätigt, was ich tief in mir längst wusste. Von daher bin ich inzwischen allen sehr dankbar, die hier so lange KEINE Kommentare abgegeben haben, so paradox das jetzt vielleicht auch klingen mag.

      Ich lasse auf jeden Fall wieder von mir hören. Genieße bis dahin Dein neues Leben, bleib so, wie Du bist, und verändere Dich täglich. :-)

      Alles Liebe,
      Dein Jürgen

  16. Your work is not to drag the world kicking and screaming into a new awareness. Your job is to simply do your work… sacredly, secretly, and silently… and those with ‚eyes to see and ears to hear‘, will respond.

    Als ich das neulich las musste ich an dich denken, Jürgen. Mir geht es ähnlich wie dir – geben und nehmen ist bei fast allen von uns noch nicht im Gleichgewicht.

    Mach ganz ruhig weiter, wie du selbst es für richtig hälst : Berend

    • Lieber Berend,

      erinnerst Du Dich noch? Ich wollte immer mehr ein Wegbegleiter als ein Wegweiser sein, weil so ein Wegweiser immer nur an einer Stelle steht und in Wirklichkeit den Weg gar nicht kennt. Seit es leben-lernen-lieben.de gab, war mir das auch sehr gut gelungen. Dann kam der Erfolg mit diesem Kurs im vergangenen Jahr. Die Leute mochten, wenn ich ihnen sagte: „Tu dies, tu das“ und meistens noch mit dicken Ausrufezeichen versehen, wobei mir doch das Fragezeichen viel eher entspricht. Tief in mir wusste ich, dass ich stehengeblieben und zum Wegweiser geworden war – erst recht, als ich das Projekt dann auch noch aufwärmte. Wenn ich meinem Herzen folge, dann ist mir klar, was zu tun ist: Selbst den Weg gehen und erst dann darüber berichten. Nicht umsonst sind meine Erfahrungsberichte und meine Videos am besten angenommen worden. Das ist ein ganz klares Zeichen. Und auch die Kritik, die ich hier zum Teil ernte, ist von dieser Warte aus berechtigt.

      Ich werde künftig niemandem mehr erzählen, was „SEIN Weg“ ist (woher soll ich das auch wissen?), sondern einfach meinen Weg gehen und beschreiben – authentisch, ehrlich, menschlich und mit so viel Freude und Begeisterung, dass es sicher auf offene Augen und Ohren stoßen wird, vielleicht im Netz, ganz sicher aber in meinem Umfeld. Und wenn nicht, dann spielt es keine Rolle.

      Das neue Konzept habe ich schon im Kopf. Die Umsetzung dauert etwas länger. Denn es soll ja – wie alles, was ich tue – gut werden und Hand und Fuß haben. :-)

      Es gibt so viele, die „wissen“ wo’s langgeht (vor allem im Internet werden die Angebote immer zahlreicher und jeder verspricht den schnellen Weg zum Erfolg in allen Lebensbereichen). Was wir brauchen, sind mehr Menschen „zum Anfassen“.

      Ich bin glücklich, dass mich so viele auf diesem Weg begleitet haben, der für sie richtig und wertvoll war. Und da man sich im Leben mindestens zwei Mal begegnet und wir ohnehin alle miteinander verbunden sind, bin ich auch zuversichtlich, dass die Menschen wieder zu mir finden, wenn ich noch mehr von meinem wahren Wesen zeige.

      So, und jetzt werde ich an meine Arbeit gehen. Heilig, heimlich und leise. Und erst, wenn sie getan ist, werden diejenigen davon erfahren, die es sehen und hören wollen und können.

      Alles Liebe und danke für alles,
      Jürgen

  17. Lieber Jürgen,
    ich finde es super und mutig von Dir! Pausen sind wichtig und ich freue mich schon sehr auf das, was in Dir reifen wird! Ich bin mir sicher, Du wirst es aus tiefstem Herzen mit der Welt teilen wollen :) Alles Liebe
    Carmen

    • Liebe Carmen,

      das empfinde ich genauso. Nach dem Leben und der Persönlichkeitsentwicklung (dem Raupendasein) ist nun erst einmal eine Phase des Lernens, der Ruhe und der Wandlung angesagt (Kokon), damit es mit meiner eigentlichen Aufgabe, der Seelenentfaltung, weitergehen kann und ich als frisch geschlüpfter Schmetterling mit ganz viel Liebe den Menschen noch mehr Freude bereite.

      Vielleicht sieht man sich ja mal in Freiburg.

      Alles Liebe,
      Jürgen

  18. Lieber Jürgen,

    mich hast Du seit einer Ewigkeit nicht mehr gehört. Weshalb? Weil bei mir momentan schlicht und ergreifend andere Themen dringlich geworden sind. Dass ich Deinem neuen Kurs zeitversetzt folge, war für mich immer klar – schade, dass er nun unvollendet bleibt.

    Vielleicht war das Vorhaben, ein ganzes langes Jahr die Disziplin, Zeit, Energie, Konzentration und vor allem Durchhaltevermögen aufzubringen für den Kurs, rückwirkend betrachtet zu hoch gesetzt. Die Antwort kennst Du allein. Vielleicht war es auch für jene, die Dir folgten, anstrengend, Dir über einen so langen Zeitraum zu folgen. Vielleicht waren es weder die Inhalte noch die Personen, sondern einfach die Dauer, die diese Situation herbeigerufen hat?

    Vielleicht war das einer der wesentlichen Unterschiede zwischen dem Kurs im letzten Jahr und jenem in diesem Jahr? Dass der im letzten ein 3-Gänge-Menü war, und das 5-Gänge-Menü zu opulent war? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

    Bitte erlaube, dass ich folgende Worte von Dir aufgreife:“ …dass es sicher auf offene Augen und Ohren stoßen wird, vielleicht im Netz, ganz sicher aber in meinem Umfeld. Und wenn nicht, dann spielt es keine Rolle.“ Doch, es spielt eine Rolle. Es spielt eine Rolle. Für jeden von uns. Für uns alle.

    Und bringt mich auf folgende Gedanken. Wenn nicht so viel zurückkommt, wie erhofft, benötigt, erwartet, dann kann das viele Ursachen haben. Eine ist, dass wir uns von uns selbst, unserem Kern, unserem Wesen, entfernt haben. Dass wir deshalb viel mehr Energie aufbringen müssen für das, was wir tun. Je mehr Energie wir in unser Schaffen hineingeben, umso mehr Energie muss umgekehrt zu uns zurückfließen, um einen Energieausgleich zu erzielen. Wir haben uns also davon entfernt, „im Fluß“ zu sein. Die Energie fließt nicht mehr bedingungslos, locker und leicht in unser Schaffen, und wir fühlen, dass weniger zu uns zurückfließt, als wir aufgebracht haben. Unsere Energie wird immer weniger, wir verspüren immer weniger Freude, müssen immer mehr Willenskraft aufbringen, um unser Schaffen aufrecht zu erhalten.

    Erinnere Dich an letztes Jahr: dort floß die Energie locker-leicht zwischen Dir und den Teilnehmern hin und her. Auch im letzten Jahr gab es 1-2 schwierige Passagen, doch Du hast sie erfolgreich gemeistert. Letztes Jahr warst Du voll und ganz in Deinem Element, im Fluß. In meinen Augen spielt es eine Rolle, zu allererst für Dich. Und für uns alle.

    Jedenfalls bewundere ich Deinen Mut, diesen Entschluss zu ziehen. Sicher ist Dir das nicht leicht gefallen.

    Für Dein neues Vorhaben wünsche ich Dir, dass Du zu jedem Zeitpunkt ganz bei Dir bist und Deine Worte, die ich nachfolgend noch einmal zitieren möchte, voll und ganz lebst:
    „Ich werde künftig niemandem mehr erzählen, was “SEIN Weg” ist (woher soll ich das auch wissen?), sondern einfach meinen Weg gehen und beschreiben – authentisch, ehrlich, menschlich und mit so viel Freude und Begeisterung…“ Wenn wir alle unseren Weg gehen, unseren ureigensten Weg, authentisch, ehrlich, menschlich und mit viel Freude und Begeisterung, dann stecken wir andere damit an. Dann stimmt die Energiebilanz. Dann machen wir diese Welt ein bißchen heller, menschlicher, liebevoller.

    In diesem Sinne danke ich Dir für Deine Kurse, Deine Erkenntnisse, Deinen mutigen Entschluss und freue mich darauf, von Dir zu hören, wenn der Zeitpunkt dazu gekommen ist.

    Herzlichst, Uta

    • Liebe Uta,

      nachdem Du eine Menge „Vielleichts“ aufgezählt hast, die sicher auch mitgespielt haben, hast Du die eigentliche Ursache sehr schön auf den Punkt gebracht. Ich war aus meiner Mitte gerutscht. Weiter oben habe ich das ja schon geschrieben. Nachdem ich nun losgelassen habe, fühlt es sich gleich viel ausgeglichener an und ich sprudle wieder vor neuen Ideen.

      Trotz meines Wissens – auch und gerade im spirituellen und psychologischen Bereich – wollte ich es selbst nicht wahrhaben und habe die Ursache deshalb lieber im Außen gesucht, was nie sehr erfolgreich ist. Und entsprechend war auch teilweise die Reaktion – vor allem einige E-Mails hatten es in sich. Selbstverständlich trage ich allein die Verantwortung, wenn es nicht fließt. Vielleicht habe ich diese Lektion im Fach „Ehrlichkeit“ gebraucht, als kleine Vorübung für das, was ich künftig machen möchte. :-)

      Und natürlich hast Du recht: Es spielt eine Rolle. Wir alle können die Welt ein bisschen heller, menschlicher und liebevoller machen, wenn wir uns zeigen und damit anderen die Möglichkeit geben, uns zu sehen und zu hören. Gerade in einer Zeit, in der die Angst aus jeder Richtung schreit, darf die Liebe nicht schweigen.

      I’ll be back. :-)

      Alles Liebe,
      Dein Jürgen

  19. Hallo, ich war dann wohl die Teilnehmerin, die während des Essens einfach hin und wieder raus ging, um frische Luft zu schnappen, den Fröschen beim quaken zuzuhören oder der Sonne beim untergehen zuzuschauen. Hin und wieder habe ich meine Nase nochmal zur Tür reingesteckt – aber ja: da saß tatsächlich ein Herr Oberlehrer, nicht der Jürgen den ich kannte, und schien sich redliche Mühe mit allem zu geben, nur wirkte es manchmal gestellt, gezwungen, ohne rechten Schwung.
    Da fand ich den warmen Sommerwind draußen spannender… und meinen eigenen Weg zu mir selbst.

    Ich wünsche dir eine erfrischende Pause und dann wieder frohes Schaffen! Kenne lebenlernenlieben nun schon so lang, und eine erneute Renovierung werde ich auch wieder verkraften ;)

    Eins noch: Ich hoffe, dir ist bewusst, wie glücklich du dich trotz allem schätzen kannst – schau allein wie riesig das Feedback hier auf deinen Beitrag ist, wievielen Leuten du am Herzen liegst und denen es viel bedeutet, dass du schreibst und schaffst und tust, sie inspirierst…
    ich schreibe auch schon seit Jahren, Blog, Magazin, Website… und ich würde Luftsprünge machen gäbe es mehr als 2 Beiträge zu einem Thema!!

    • Liebe Gabi,

      ich bin selbst mehr als überrascht von der Fülle an Kommentaren, E-Mails und Anrufen, die ich in den vergangenen drei Tagen erhalten habe und beantworten durfte. Und ich schätze mich auch glücklich, dass offenbar so viele Menschen von meiner Arbeit profitiert haben. Es wäre bloß viel schöner und auch sinnvoller gewesen, wenn die Leute mir das alles viel früher gesagt und auch offen darüber gesprochen hätten, dass sie sich einen weniger oberlehrerhaften Stil wünschen. Dem wäre ich nur zu gerne nachgekommen und vielleicht hätte ich dann sogar Luftsprünge gemacht.

      Ich hoffe, dass wir alle etwas daraus gelernt haben, und künftig sofort den Mund aufmachen, sobald es etwas zu loben oder anzuregen gibt. Denn ich fand es immer besser, den Lebenden Blumen zu schenken, als hinterher ihr Grab damit zu überladen.

      Alles Liebe,
      Dein Jürgen

  20. Lieber Jürgen
    Ich danke dir ganz, ganz herzlich für deinen Kurs. Obwohl ich erst bei Etappe 2 bin, hat er mir schon einiges beigebracht, das mir schon lange gefehlt hat. Und er hat mir Hoffnung geschenkt. Ich muss zugeben, dass ich selber eine von den stummen Gästen war; ich hatte einfach nie etwas an dem Kurs auzusetzen und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass du halt eben schon weisst, wie toll dein Kurs ist, und ich dir das nicht mehr zu sagen brauche, und sowieso tun das „die anderen“ bestimmt schon genug. Im Nachhinein tut mir das natürlich Leid, genauso wie es einem um viele gute Worte leid tut, die Leid hätten verhindern können. Dir (unaufgefordert!) zu sagen, wie toll dein Kurs ist, hätte mich nicht viel gekostet, und trotzdem habe ich es nie getan, und das hat mich zum Nachdenken gebracht. Vielleicht hast du mir auf diese Weise am Besten gezeigt, was Dankbarkeit bedeutet.
    Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Lebensweg und bin sicher, dass es ein glücklicher sein wird, wenn du deine bisherige Einstellung beibehältst.

    Liebe Grüsse
    Vera

    • Liebe Vera,

      herzlichen Dank für Deine lieben Worte, über die ich mich selbstverständlich auch jetzt noch sehr freue. Ich selbst habe dabei auch sehr viel gelernt, denn viel zu oft bin auch ich „vom Stamme Nimm“. Und diese Einstellung ist leider weit verbreitet. Chefs sagen ihren Mitarbeitern nur noch selten, wie gut sie sind, denn schließlich werden sie ja „fürstlich“ bezahlt und tun nur ihren Job. Männer sagen ihren Frauen nur selten, wie gut sie sind, denn schließlich „müssen“ sie das ja wissen, sonst wären sie ja nicht mehr mit ihnen zusammen und hätten sich längst „eine Neue“ gesucht. Eltern sagen ihren Kindern nur selten, wie gut sie sind, denn es genügt ja, ihnen für jede gute Note oder jedes „Bravsein“ ein paar Euro zuzustecken. Blogleser – und da zähle ich mich bewusst dazu – sagen den Autoren nur selten, dass sie gut sind, denn die machen das ja alles ohnehin „nur“ aus Spaß an der Freud‘.

      Dabei müssen wir doch nur einmal in uns selbst hineinhorchen und uns fragen, was wir uns mehr als alles andere auf der Welt wünschen: Menschen, die uns sehen, wie wir sind, und die unseren Wert zu schätzen wissen! Wenn ich die Wahl habe zwischen einem anonymen Konzern, in dem ich ein Riesengehalt verdienen kann, und einem Familienbetrieb, in dem jeder gebraucht wird und wo das auch klar gezeigt wird, welchen Job würde ich wohl wählen? Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Topmodel, das nur um sich selbst kreist, und einer Frau, bei der eher die inneren Werte zählen, und die mit mir durch Dick und Dünn geht und mir jeden Tag sagt und zeigt, wie gerne sie mit mir zusammen ist, welche Partnerin wäre mir dann wohl lieber? Wenn ich die Wahl habe, ob mein Vater mir 5 Euro mehr Taschengeld pro Woche gibt, oder ob er mit mir zusammen etwas bastelt und mir dabei sagt, wie toll ich das mache, was würde mein Herz wohl mehr zum schlagen bringen? Und wenn ich die Wahl hätte, ob ich 10.000 Newsletter-Abonnenten hätte, die meinen, allein ihre Anmeldung würde ja schon deutlich machen, wie sehr sie meine Artikel interessieren, oder ich habe nur eine Handvoll Leser, die sich regelmäßig mit mir austauschen und mit ihrer Freude, ihren Anregungen und mit ihrer eigenen Sicht der Dinge mein Leben und Schreiben enorm bereichern, was würde ich wohl vorziehen?

      Für mich sind die Antworten klar. Für die meisten, die das hier jetzt lesen, wahrscheinlich auch. Also, tun wir es künftig auch! Ich für meinen Teil habe mir vorgenommen, das von nun an täglich ganz oben auf meine „To-Do-Liste“ zu schreiben. Ein gutes Hilfsmittel dafür ist übrigens das neue Buch der Secret-Autorin Rhonda Byrne. In „The Magic“ stellt sie ein 28-Tage-Programm vor, in dem man täglich eine Übung zur Erhöhung der Dankbarkeit absolvieren kann, immer in einem etwas anderen Bereich und immer mit einem etwas anderen Blickwinkel. Das kann sehr dabei helfen, dass Dankbarkeit uns immer mehr zur Gewohnheit wird. Und das kann vielleicht sogar unser Leben verändern – wer weiß.

      Wir sind keine Kinder mehr, wir entscheiden selbst, wie wir der Welt gegenübertreten. Doch vielleicht ist es eine ganz gute Idee, wenn wir uns bei den Dingen, die wir tagtäglich tun, und bei den Menschen, die uns im Laufe des Tages begegnen, immer mal wieder selbst fragen: „Wie ist das Zauberwort?“

      Alles Liebe und herzlichen Dank, dass Du Dich gemeldet hast,
      Dein Jürgen

      PS: Zur Sicherheit hier noch einmal der Hinweis. Das Material bleibt noch bis Anfang Dezember online. Du kannst also die übrigen bereits veröffentlichten Etappen noch in aller Ruhe durcharbeiten. Hier findest Du die Übersicht: Inhaltsverzeichnis.

  21. Lieber Jürgen,
    danke für deine ganze Arbeit, deine Inspiration. Auch ich habe nur genossen, wenn ich überhaupt dazu kam und kann deinen Schritt sehr gut verstehen. Das Essen war sehr lecker und ich wünsch dir viel Freude auf deinem weiteren Weg. Tu das was dein Herz zum Singen bringt..alles Gute
    und ganz liebe Grüße Andrea

    • Liebe Andrea,

      herzlichen Dank. Ich bin schon mittendrin. Vergangene Nacht hatte ich einen Kreativitätsschub und es hielt mich nicht im Bett. Und so habe ich gleich die ersten Schritte in meinem neuen Konzept gemacht. Es fühlt sich schon sehr gut und stimmig an.

      Alles Liebe,
      Jürgen

  22. Lieber Jürgen,
    viel Glück bei deinem neuen Konzept! Ich hab nur hin und wieder (eher still) dein Menü genossen und habe mich bei der Intensität deines Kochrezeptes und dem Angebot schon überlegt, wie lange du da noch durchhalten wirst. Ich gratuliere zu deinem Entschluss und hoffe für dich, dass du es schaffst, ganz zu dir zu stehen – auch wenn du nicht so viele Menschen und nicht so schnell erreichen wirst. Aber diejenigen die du erreichst dauerhaft und WAHRhaftig. Vor allem, dass du auf deine Innere Stimme hörst und so dich erreichst! (ich spreche aus Erfahrung!).Alles Liebe bis bald und gutes Gelingen (denk daran – weniger ist oft mehr !) Herzlichst, Sabine

    • Herzlichen Dank, liebe Sabine!

      Ich kann mir sogar gut vorstellen, dass ich dann noch mehr Menschen erreiche. Denn das Netz ist mittlerweile voll von Seiten, auf denen uns DER Weg gezeigt wird, wohin auch immer. Und oft sind es Kopien von Kopien von Kopien.

      Was fehlt sind wirklich authentische Menschen, die den Mut haben, sich zu zeigen, auch wenn sie dafür hin und wieder eine Ohrfeige bekommen. Und dann kommt auch Resonanz, denn die Leser haben dann das Gefühl, dass da wirklich ein Mensch ist, mit dem sie reden können, und keine 08/15-Seite.

      „Weniger ist oft mehr!“ Da hast Du recht. Vor allem im Internet ist das Kurze und Knappe gefragt. Ich persönlich liebe das Epische, Breite und vor allem Vollständige. Und bei mir sind die Besucher richtig, die mehr wollen. :-)

      Alles Liebe,
      Jürgen

  23. Übrigens weil ich grad noch kurz deine Antwort an Andrea gelesen habe – die täglichen Übungen sind hervorragend … aber mir ist immer wichtig, dass ich die Dankbarkeit in den täglichen kleinen Situationen übe! Wenn ich ein nettes Gespräch habe, wenn mir jemand entgegenlächelt, wenn mich jemand ärgert ! (er zeigt mir einen Spiegel auf!), wenn ich wo dagegenlaufe (danke, dass du mich wieder ins Jetzt zurückholst! – denn dann bin ich meist mit meinen Gedanken irgendwo und nicht hier!). Je öfter du das täglich mehrmals übst, desto mehr bist im Hier und Jetzt und ganz automatisch kommt die Dankbarkeit in ganz vielen Situationen. Von Herzen, Sabine

    • Liebe Sabine,

      ich nehme an, Dein Kommentar bezieht sich auf meinen Hinweis auf das Buch „The Magic“, in dem es dieses 28-Tage-Programm gibt. Das ist vor allem für Menschen geschrieben, für die Dankbarkeit noch sehr fremd und ungewohnt ist. Wenn man die Übungen absolviert hat, dann kommt man allmählich in den Zustand, den Du so schön beschreibst. Und dann ist man dankbar für alles, was einem begegnet, ganz egal in welcher Form. Diese tiefe Dankbarkeit führt ins Hier und Jetzt – und im Hier und Jetzt gibt es dann nur noch Dankbarkeit. Ein Engelskreis. :-)

      Liebe Grüße,
      Jürgen

  24. Hallo lieber Jürgen,
    lange (sehr lange) habe ich über Deine letzten Mails nachgedacht und was da so passiert ist.
    Jetzt komme ich zu dem Schluß dass alles schon gesagt ist und mir nur noch das eine bleibt:
    Es war toll was du und geschenkt hast und
    Ich freue mich wenn Du wiederkommst!
    bis dahin mach’s gut
    Marion

  25. Hallo Jürgen,
    jetzt noch verspätet ich. Die Herausforderungen, die uns das Leben so bringt, sind zum Lernen da. Du durftest es erleben, ich durfte es erleben. Für mich waren die letzten Monate eine Prüfung, die ich erfolgreich bewältigen durfte. Daher ging so vieles an mir vorbei, wie auch die Nachrichten von Dir, die ich nur am Rande sah. Jetzt wo alles wieder in ruhigeren Bahnen läuft, möchte ich mich ebenfalls auch noch bei Dir bedanken für alles, was Du für uns getan und geschrieben hast. Vieles davon hat mich wachgerüttelt, mich grübeln lassen und mich auf meinem Wege viele Schritte erfolgreich gehen lassen.

    Vielen lieben Dank nochmal, wir sehen und schreiben uns, wo auch immer, eventuell wieder in der OnlineUniversity? Ich freue mich auf alles, was von Dir kommt, in welchen Form auch immer.

    Ganz liebe Grüsse an Dich und auch an Ulrike von einer sehr nachdenklichen Angela. Machs gut.

  26. Hallo Jürgen,

    auch ich bedanke mich herzlich für all deine hilfreichen Texte & das ganze Material , welches Du zum download bereitgestellt hattest.
    Ich wünsche dir einen erfolgreichen Neustart mit deiner Internetpräsenz!

    LG

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