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Mein Körper ist ein wahres Wunderwerk, an dem die Natur Milliarden Jahre gebastelt hat. Er begleitet mich mein Leben lang überallhin, dient mir voller Hingabe und lässt mich mein Glück empfinden, Tango tanzen, lachen, sprechen, nachdenken und vieles mehr. Die Liebe und Achtsamkeit, die ich dem Leben entgegenbringe, zeigt sich wohl am deutlichsten darin, wie ich mit meinem Körper umgehe.

Freude bringt Sonnenschein in mein Leben. Sie wärmt und nährt meine Seele. Sie belebt und erhellt meinen Geist. Sie erfüllt meinen Körper mit einer strahlenden Energie und lässt meine Augen leuchten. Und so führt sie mich von einem Licht ins andere, wie Johann Wolfgang von Goethe es einmal ausdrückte.

Liebe hat natürlich viele Gesichter und ist wohl kaum in wenige Worte zu fassen – wenn wir sie mit Worten überhaupt beschreiben können. Sie will gelebt werden. Trotzdem haben Ulrike und ich uns überlegt, was für uns die fünf wesentlichen Punkte sind.

Wenn ich an meiner persönlichen Entwicklung arbeite, erhalte ich sehr selten sofortige Ergebnisse. Zuerst bemerke ich meist nur eine kleine Veränderung. Aber gerade diese kleine Veränderung erinnert mich daran, dass da etwas in Gang gekommen ist und sich mein Wachstum vollständig entfalten wird, wenn ich Geduld aufbringe. Nur das spielt eine Rolle. Mit welcher Geschwindigkeit ich wachse, ist zweitrangig.

Eine Frage, die ich mir immer wieder gerne stelle, wenn ich entscheiden möchte, welcher Gedanke oder welches Verhalten sich für mich stimmig anfühlt, lautet: „Was würde die Liebe tun?“ Um das in der jeweiligen Situation möglichst schnell beantworten und dann auch danach handeln zu können, ist es wichtig, dass ich mir darüber klar bin, was „Liebe“ für mich bedeutet und wie ich sie konkret leben kann.

Dies ist der Start einer Artikelserie, in der ich in loser Folge auf die wesentlichen Eigenschaften eingehe, die für mich einen liebevollen Menschen ausmachen.

Den Begriff “Gott” verwende ich eher selten, weil jeder darunter etwas anderes versteht. Viel lieber spreche ich über das Leben (im umfassendsten Sinn), das Lernen (Entwicklung) und die Liebe (die höchste aller Energieformen). All das ist Gott. Gleichzeitig erleichtere ich mir die Verbundenheit mit diesem übergeordneten Bewusstsein, indem ich es auf eine Ebene bringe, die ich verstehen kann. Und so entstehen manchmal Gespräche wie das folgende:

Die Erfahrung einer wahren Liebesbeziehung gehört zu den erstrebenswertesten Zielen des Lebens und gleichzeitig zu den größten Herausforderungen. Sie ist also überaus wichtig, und Ulrike und ich halten es deshalb für hilfreich, erst einmal zu klären, worin für jeden von uns eine echte Partnerschaft besteht. Was heißt es eigentlich für uns persönlich, gemeinsam durchs Leben zu gehen?

Es gibt so viele Wege, Deine Liebe zu zeigen und einen anderen Menschen glücklich zu machen. Ein Kuss, eine Umarmung, ein Händedruck können oft so viel mehr sagen als Worte. Und doch wollen wir auch hin und wieder hören oder lesen, wie sehr wir geliebt werden. Wir wollen einfach wissen, dass es jemanden in unserem Leben gibt, der uns gern hat.

Dankbarkeit spielt in meinem Leben eine große Rolle. Jeden Morgen sage ich Danke für den neuen Tag und jeden Abend vor dem Einschlafen schreibe ich sieben Dinge auf, für die ich dankbar bin und mache mir bewusst, wie gut es mir geht. Diese Gewohnheit wirkt Wunder, denn sie bringt mich dazu, den ganzen Tag über nach all dem Ausschau zu halten, was mein Leben so reich und liebenswert macht.

Licht kann ich grundsätzlich auf zwei Arten verbreiten: Indem ich wie die Sonne mein eigenes Licht leuchten lasse und indem ich wie der Mond eine andere Lichtquelle spiegele. Und das Leben schenkt mir eine Gelegenheit nach der anderen, das zu tun.

Was vorbei ist, ist vorbei. Und es ist wichtig, nach vorn zu schauen. Das sage ich immer wieder. Doch alles hat mehrere Seiten, und irgendjemand sagte einmal: „Erinnerung ist die Kraft, im Winter Rosen zu pflücken.“ Wenn das so ist, dann kann sie an einem grauen Regentag auch die Sonne in uns scheinen lassen und Dankbarkeit und Freude in uns auslösen. Deshalb finde ich es ebenso wichtig, immer wieder einmal einen Blick zurück zu werfen.

Ich liebe die abendliche Stille hier in Ringsheim, wenn die Stimmen des Tages verstummen. Wie eine zärtliche Umarmung hüllt sie mich ein. Es ist eine einladende Stille. Bleib ein wenig hier, sagt sie, freue dich, dass wir zusammen sind. Schweigend setze ich mich. Dankbaren Herzens nehme ich diese Stille tief in mich auf. In ihr finde ich Frieden und sie gibt mir Kraft. Sie ist geduldig, ehrfürchtig und voller Würde.