liebevoll leben

Eine Frage, die ich mir immer wieder gerne stelle, wenn ich entscheiden möchte, welcher Gedanke oder welches Verhalten sich für mich stimmig anfühlt, lautet: „Was würde die Liebe tun?“ Um das in der jeweiligen Situation möglichst schnell beantworten und dann auch danach handeln zu können, ist es wichtig, dass ich mir darüber klar bin, was „Liebe“ für mich bedeutet und wie ich sie konkret leben kann.

Dies ist der Start einer Artikelserie, in der ich in loser Folge auf die wesentlichen Eigenschaften eingehe, die für mich einen liebevollen Menschen ausmachen.

Die Erfahrung einer wahren Liebesbeziehung gehört zu den erstrebenswertesten Zielen des Lebens und gleichzeitig zu den größten Herausforderungen. Sie ist also überaus wichtig, und Ulrike und ich halten es deshalb für hilfreich, erst einmal zu klären, worin für jeden von uns eine echte Partnerschaft besteht. Was heißt es eigentlich für uns persönlich, gemeinsam durchs Leben zu gehen?

Dankbarkeit spielt in meinem Leben eine große Rolle. Jeden Morgen sage ich Danke für den neuen Tag und jeden Abend vor dem Einschlafen schreibe ich sieben Dinge auf, für die ich dankbar bin und mache mir bewusst, wie gut es mir geht. Diese Gewohnheit wirkt Wunder, denn sie bringt mich dazu, den ganzen Tag über nach all dem Ausschau zu halten, was mein Leben so reich und liebenswert macht.

Liebe hat natürlich viele Gesichter und ist wohl kaum in wenige Worte zu fassen – wenn wir sie mit Worten überhaupt beschreiben können. Sie will gelebt werden. Trotzdem haben Ulrike und ich uns überlegt, was für uns die fünf wesentlichen Punkte sind.

Ich mag, ich schätze und ich vertraue Menschen, die mir aufrichtig sagen, was sie denken, und die dann auch tun, was sie sagen. Bei ihnen weiß ich immer, woran ich bin. Und das tut gut. Deshalb ist Ehrlichkeit mir selbst und dem anderen gegenüber für mich das A und O jeder liebevollen und gelungene Beziehung.

Es gibt so viele Wege, Deine Liebe zu zeigen und einen anderen Menschen glücklich zu machen. Ein Kuss, eine Umarmung, ein Händedruck können oft so viel mehr sagen als Worte. Und doch wollen wir auch hin und wieder hören oder lesen, wie sehr wir geliebt werden. Wir wollen einfach wissen, dass es jemanden in unserem Leben gibt, der uns gern hat.

Stell Dir vor, Du würdest Dich 77 Minuten pro Jahr für andere einsetzen. 77 deshalb, weil es Dir und anderen Glück bringen soll. Wäre das viel oder wenig? Diese Stunde und 17 Minuten sind sogar sehr viel, wie ich meine, weil sich höchstwahrscheinlich mehr daraus entwickelt, wenn Du erst einmal erfahren hast, wie gut das Helfen allen Beteiligten tut.